Dialog

In diesem Dialog werde ich anonymisiert Fragen und Anmerkungen veröffentlichen, die für Alle interessant sein könnten. Haben Sie auch eine Frage, einen Wunsch oder eine Idee, nutzen Sie bitte das Kontaktformular.

Versandlager Asklepius, verstaubte Stadt

Die Argumentationen Ihrer politischen Gegner ist manipulativ.

Man redet von riesigen Gewerbesteuereinnahmen und vielen neuen Arbeitsplätze.
Die Realität sieht leider ganz anders aus. Arbeitsplätze gibt es nur wenig. Regalbediengeräte (RFZ) werden Computer gesteuert, die kommissionierte Ware automatisch verpackt und versandt. Dazu braucht man heutzutage kaum mehr Personal. Wenn man bedenkt, dass auch Lieferfahrzeuge bald autonom fahren, dann braucht man nur Fläche, aber keine (kaum) Mitarbeiter.

Bezüglich der Realität von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen empfehle ich Ihnen mit der Stadt Wahlstedt aufzunehmen. Die befindet such das Zentrallager des Helios-Konzerns. Diese Unternehmensgruppe ist um ein mehrfaches grösser als Asklepius.

Ansonsten wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

Bad Bramstedt hat es wirklich verdient. dass nicht nur frischer Wind, sondern ein Sturm Einzug hielte. Bürgervorsteherin, und die beiden stellvertretenden Bürgermeister 16 Jahre im Amt.. Und kleben an ihren Posten. Der Bürgermeister schon 18 Jahre…

Wo soll bei diesen „Führungskräften“ denn neue Ideen herkommen? – Deshalb hält man mit Leidenschaft am Gestern fest. Jedoch zum UNWOHL der Stadt.

Die Verwaltung gehört ordentlich ausgemustert. Nan scheint froh zu sein, dass man als Verwaltung den Bürgermeister im Griff hat, und nicht umgekehrt, wie es eigentlich sein sollte. Was man für Angst vor Änderungen hat sieht man an der Koalition von CDU, Grüne und FDP.

Dazu der Herr Boyens mit seinen dilittantischen Interviews und seiner deutlichen Parteinahme. – Das ist bereits beim Wahlkampf in Norderstedt sehr mies aufgefallen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und das nötige Mehr für einen erfolgreichen Start als Bürgermeisterin.

G. P.

Lieber Herr P.,

vielen Dank für Ihre ausführliche Mail, in der Sie – wie ich finde – die Chancen und Risiken von Gewerbeansiedlungen zutreffend einschätzen. interessant ist in diesem Zusammenhang ein Bericht in der Segeberger Zeitung vom 13. Oktober, in dem der Konzernsprecher von Asklepios die vom amtierenden Bürgermeister in den Raum gestellten „100 neu entstehenden Arbeitsplätze“ auf „bis zu 50 Mitarbeiter“ zurechtstutzt. Wenn man bedenkt, dass das Logistikunternehmen eine Betriebszeit von 24 Stunden an allen sieben Wochentagen plant – somit 21 Schichten in der Woche – , so steht zu vermuten, dass sich unter Berücksichtigung von Urlaub, Fortbildung und Krankheit für den gesamten Betrieb etwa zehn Vollschichtarbeitsplätze ergeben.

Gleichwohl stelle ich fest, dass die Ansiedlung des Asklepios-Zentrallagers beschlossene Sache ist, durch Kaufvertrag besiegelt und durch die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens auf den Weg gebracht. Wenn sich alles so entwickelt, wie es der amtierende Bürgermeister prognostiziert hat (Baubeginn des Zentrallagers in der zweiten Hälfte 2019), dann werden sicherlich bei meinem Amtsantritt am ersten Februar 2019 bereits die Bagger die ersten Erdarbeiten im neuen Gewerbegebiet ausführen.


Vielen Dank für Ihren Hinweis auf die vergleichbare Ansiedlungssituation in Wahlstedt. Im Falle meiner Wahl werde ich sicherlich Kontakt mit der Stadtverwaltung in Wahlstedt aufnehmen, um aus den dortigen Erfahrungen für die Ansiedlung bei uns in Bad Bramstedt entsprechende Schlüsse ziehen zu können. Ich gehe jedoch davon aus, dass der amtierende Bürgermeister sich diesbezüglich bereits „schlau gemacht“ hat. Schließlich ist er gut vernetzt, und Wahlstedt liegt „um die Ecke“.

Zu ihren weiteren Bemerkungen bezüglich der kommunalpolitischen Landschaft in Bad Bramstedt möchte ich mich nicht äußern. Hierfür fehlen mir zurzeit noch die entsprechenden persönlichen Kenntnisse. Im übrigen habe ich vor, mein Amt frei von Vorurteilen anzutreten, so dass ich jedem Akteur auf der kommunalen Bühne die besten Absichten und Fähigkeiten unterstelle, um Bad Bramstedt voranzubringen.

Für Ihre guten Wünsche für die Stichwahl bedanke ich mich herzlich. An einem für mich positiven Wahlausgang können Sie mitwirken, indem Sie in den nächsten Tagen in ihrem privaten Umfeld, also bei Verwandten, Freunden und Bekannten, bei Kollegen und Nachbarn dafür werben, das Kreuz bei meinem Namen zu machen. Jede Stimme zählt!

Herzliche Grüße

Ihre Verena Jeske

Wie wollen Sie junge qualifizierte Fachkräfte in der Stadt halten?

Sehr geehrte Frau Jeske,

Mit dieser Mail sende ich Ihnen unsere Konversation von der Platform Facebook zu.  

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und verbleibe mit herzlichen Grüßen 

L. M.
Elektrotechnikermeister

Lieber Herr M.,

vielen Dank für Ihre Mail. …

Mit Ihrem Anliegen sprechen Sie einen gewichtigen Problemkreis an, dem ich auch auf meiner Homepage unter der Rubrik “meine Ansicht“ einen Beitrag gewidmet habe. Ihren Wunsch, Wohnort und Arbeitsplatz miteinander zu verbinden, kann ich sehr gut nachvollziehen. Dieses Ziel strebe auch ich mit meiner Familie an. Noch mehr als für andere Berufe gilt für meine künftige Tätigkeit nach gewonnener Wahl: Eine Bürgermeisterin gehört in Ihre Stadt. Bei meinen vielen Gesprächen höre ich diesen Wunsch immer wieder. Und so ist es für mich selbstverständlich, als Bürgermeisterin an meinem Arbeitsplatz zusammen mit meiner Familie meinen Wohnort und Lebensmittelpunkt zu gründen.

Bei Ihnen ist es genau umgekehrt. Sie wohnen und leben in Bad Bramstedt und möchten gern an ihrem Wohnort arbeiten. In Ihrem Beruf und bei Ihrer Qualifikation stelle ich mir das nicht so schwierig vor. Das Baugewerbe boomt und damit haben auch alle Bauhandwerker volle Auftragsbücher, insbesondere auch das Baunebengewerbe. Wie ich dem Branchenverzeichnis unserer Stadt entnehme, gibt es in und um Bad Bramstedt ein gutes Dutzend von Elektrofachbetrieben. Und gutes Fachpersonal wird überall händeringend gesucht. Ich rate Ihnen daher, diese Betriebe gezielt anzusprechen.

Eine andere Möglichkeit, Wohnen und Arbeiten miteinander zu verbinden, wäre der Weg in die Selbstständigkeit. Sie sind jung, Sie sind hervorragend qualifiziert, und als Eigentümer zweier Häuser vermute ich, dass Sie „unternehmens“-lustig sind. Damit sind die drei wichtigsten Voraussetzungen für die Gründung eines eigenen Betriebes, die alle in  Ihnen selbst stecken, erfüllt. Möglicherweise fehlt noch das Startkapital. Da gibt es Banken und Sparkassen, die entsprechende Existenzgründungsdarlehen zur Verfügung stellen. Und es gibt staatliche Förderprogramme für Existenzgründer, die den Start in die Selbstständigkeit erleichtern. Ein entsprechendes Firmengrundstück könnte in unserem neuen Gewerbegebiet liegen. Ich vertrete die Auffassung, dass hier insbesondere für Firmengründer und einheimische Unternehmen (auch wenn sie erst gegründet werden) vorrangig Flächen zur Verfügung gestellt werden sollen.

Eine weitere Möglichkeit wäre es, wenn Sie sich bei einem Unternehmen bewerben, welches mittelfristig an einen Nachfolger verkauft werden soll. So haben Sie die Chance diese Firma zunächst als Angestellter kennenzulernen und sie dann mit einem entsprechenden Kundenstamm zu übernehmen und nach Ihren Vorstellungen weiterzuführen.

Um einen dieser Wege zu beschreiten, möchte ich Ihnen Mut machen und Sie hierbei unterstützen. Die Förderung von Wirtschaft, Handwerk und Gewerbe ist bei mir Chefinnensache, und so sollten wir im Falle meiner Wahl nach meinem Amtsantritt persönlich Kontakt aufnehmen, um zu besprechen, wie ich ihre Ambitionen, in Bad Bramstedt zu wohnen und zu arbeiten unterstützen kann.

Herzliche Grüße
Ihre Verena Jeske

Guten Abend Frau Jeske, 
Danke für Ihre Antwort. Gerne können Sie unsere Korrespondenz online stellen. 

Über eine Selbständigkeit denke schon seit langem nach und würde mich über ein persönliches Treffen, nach erfolgreicher Wahl freuen!

Ich drücke ihnen die Daumen für die bevorstehende Stichwahl und sehe dem ganzen positiv entgegen.

Viele Grüße
L. M.
Elektrotechnikermeister

Machen Sie bitte weiter so in Ihrer sachlichen und freundlichen, aber auch fachlich kompetenten Art!

Hallo Frau Jeske,
besten Dank für das sehr sachliche und freundliche Gespräch mit Ihnen und … gestern am 9.10.2018 vor dem Famila-Markt.

Wie kommt der Schreiber des Leserbriefes in der heutigen Ausgabe der Segeberger Zeitung (Herr Peters) nur darauf von „Schmutzkampagne“ der SPD zu sprechen? Ein Vorwurf, der immer wieder von Kütbach-Unterstützern unsachlicherweise vorgebracht wird. Irgendwie habe ich, der ich offenen Auges und wachen Sinnen in Bad Bramstedt unterwegs bin, davon im Wahlkampf vor dem ersten Wahltermin und nun in der zweiten Phase nichts bemerkt. Wenn damit gemeint ist, dass die SPD-Fraktion immer weder die leicht verschleppten Themen Aubaubeiträge, Bissenmoor o.ä. anprangert, so ist es das gute Recht in einem Parlament zu streiten, dessen Sitzungen öffentlich sind und über die auch öffentlich berichtet werden darf. Das ist Demokratie und Meinungsfreiheit und sind auch von einem langjährigen Amtsinhaber und dessen Unterstützern auszuhalten! Man mag darüber streiten, ob die polemische Attacke des Leserbriefschreibers auf den „versprochenen fairen Wahlkampf“ von Frau Jeske sachlich gerechtfertig ist, fair ist sie ebensowenig wie der seinerzeitige Vorwurf von Herrn Brumm gegenüber Frau Jeske, zu dem sich sein damaliger Parteifreund Bornhöft öffentlich in einem Leserbrief äußerte.

Wenn mit „Schmutzkampagne“ Kommentare von Journalisten in der Segeberger Zeitung gemeint sind, so geht der Vorwurf aber tendenziell gegen die Pressefreiheit. Auch hier kann man nur feststellen, dass ausgewogen über die Wahl und die Kandidaten berichtet und kommentiert wird.

Lieber Herr A.,

vielen Dank für Ihre Mail, in der Sie mir Ihre Eindrücke aus dem Bürgermeister-Wahlkampf schildern. Ihre Wahrnehmungen und Schlussfolgerungen kann ich gut nachvollziehen. Auch ich hätte mir bei den von Ihnen zitierten – in aller Regel unkonkreten – Anwürfen so manches mal gewünscht, dass Beispiele genannt worden wären. Für eine sachliche Auseinandersetzung eignen sich die von Ihnen zitierten Begebenheiten daher leider nicht.

Im übrigen habe ich mich in meiner Wahlkampagne ganz bewusst nicht auf dieses Niveau begeben. Vielmehr gilt für mich das Motto: „Wer andere klein redet, wird dabei selber nicht größer“. Und so stützt sich meine Wahlkampagne auf sachliche Argumente, auf das persönliche Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern an den Haustüren und an meinen Infoständen, im Blickkontakt und auf Augenhöhe und mit Respekt vor der Meinung des anderen. So habe ich viel über Bad Bramstedt erfahren, und meine Gesprächspartner haben mich kennen gelernt.

Im übrigen pflege ich einen respektvollen Umgang mit meinem Mitbewerber. Auch dieser Umgang ist meinerseits von Sachargumenten geprägt. Gegenseitige persönliche Bewertungen haben nach meiner Auffassung in einer Bürgermeisterwahlkampagne nichts zu suchen und spielen bei der Wahlentscheidung der Bürgerinnen und Bürger keine Rolle.

Natürlich werbe ich für meine Positionen, meine Fähigkeiten und meine Person. Denn mein Ziel ist es, in der Stichwahl am 21. Oktober zur ersten Bürgermeisterin von Bad Bramstedt gewählt zu werden. Dabei können Sie mich unterstützen.

Herzliche Grüße
Ihre Verena Jeske

Hallo Frau Jeske,

vielen Dank für Ihre Antwort!

So habe ich sie bei famila auch kennen- und schätzen gelernt.

Der heutige Artikel in der Segeberger Zeitung von Ihren aktuellen Hausbesuchen in der Graf –Stolberg-Strasse  zeigt aber auf erfrischende Weise auch, dass es Politikerinnen und Politiker (Herr Behm / Frau Mains) gibt, die sich deutliche anders und fairer verhalten als so manch ein Polemiker.

Machen Sie bitte weiter so in Ihrer sachlichen und freundlichen, aber auch fachlich kompetenten Art!

P. A.

Sie haben uns positiv umgehauen

Sehr geehrte Frau Jeske,

so etwas haben wir in den über siebzig Jahren, die wir hier nun schon leben, noch nie erlebt:

Dass sich ein Bürgermeisterkandidat, bzw. eine -kandidatin „auf die Socken macht“ und uns hier im letzten Haus des Ortes aufsucht, um mit uns persönlich zu sprechen. Das hat und schon ein bischen „umgehauen“! Natürlich positiv! Herzlichen Dank, dass Sie sich soviel Mühe machen; wir drücken Ihnen die Daumen, dass Ihr hervorragendes Engagement von Erfolg gekrönt wird!

Herzliche Grüße von
H. G. & G. W. aus B.

Sehr geehrte Frau W.,
sehr geehrter Herr W.,

vielen Dank für Ihre freundlichen Zeilen, mit denen Sie meinen Einsatz in meiner Wahlkampagne so positiv bewerten. Darüber freue ich mich und bedanke mich für die guten Wünsche.

Der Besuch der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Bramstedt an ihren Haustüren ist mir ein wichtiges Anliegen und bereitet mir große Freude. Nur so lerne ich deren persönliche Lebenssituation etwas kennen. In den vielen Gesprächen erfahre ich viel über das Leben in Bad Bramstedt und habe viele positive, warmherzige und wertschätzende Menschen kennen gelernt. Ihnen persönlich danke ich dafür, dass Sie mich so herzlich empfangen haben.

Ich freue mich, wenn ich bei der bevorstehenden Wahl Ihre Stimmen erhalte.

Herzliche Grüße
Ihre Verena Jeske

Hundeauslauf

Hallo, Frau Jeske,

ich und die anderen Hundebesitzer zahlen in BB die höchsten Hundesteuerbeiträge der Republik (nur Helgoland ist teurer!). Eine Gegenleistung wie ein Auslaufgelände wurde trotz wiederholter Nachfragen nicht realisiert. In anderen – sogar kleineren Gemeinden – geht das doch auch. (Brokstedt, Föhrden-Bahl, Friedrichskoog, Burg u.a.)
Vielleicht klappt es ja mit Ihnen-das wäre sehr schön!!

Liebe Grüße J. S.

Hallo Herr S.,

für Ihre E-Mail danke ich Ihnen. …

Da wir selbst einen Hund haben, kann ich Ihr Anliegen sehr gut nachvollziehen. Eine solche Auslauffläche ist nicht nur für den Bewegungsdrang der Hunde sehr positiv zu bewerten. Sie würde sich sicherlich auch auf die Sauberkeit der Straßen auswirken, da bestimmt viele Hundebesitzer das „Gassi gehen“ mit einem Besuch dieser Fläche verbinden.

Die Suche nach einer geeigneten Fläche für einen Hundeauslauf kann ich jedoch erst initiieren, wenn ich im Falle meiner Wahl ab dem 01.02.2019 im Amt bin. Hieran können Sie mitwirken.

Nach meinen Erfahrungen lässt sich ein solcher Wunsch am besten dadurch realisieren, wenn der Kommunalpolitik aus der Bevölkerung ein entsprechender Bedarf signalisiert wird. Sicherlich ist es dafür hilfreich, wenn sich möglichst viele Hundebesitzer für eine Hundeauslauffläche stark machen. Ein Mittel hierfür ist eine von möglichst vielen Befürwortern unterzeichnete Liste. Ich möchte Sie schon heute ermutigen,  Unterstützerunterschriften zu sammeln. Als Bürger von Bad Bramstedt werden mein Mann und ich diese Liste dann ebenfalls gerne unterzeichnen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, bei den in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien und Gruppierungen dafür zu werben, dass dort dieser Wunsch auf deren Agenda gesetzt wird. Die Entscheidung über die Einrichtung einer solchen Hundeauslaufanlage liegt letztendlich bei der Stadtverordnetenversammlung.

Herzliche Grüße
Ihre Verena Jeske

Verkehrssituation im Düsternhoop

Liebe Frau Jeske,

erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem tollen Etappensieg bei der Bürgermeisterinnenwahl.

Ich würde es sehr begrüßen, wenn Sie die Verkehrssituation im Düsternhoop einmal in Augenschein nehmen würden. Der Düsternhoop ist der direkte Weg zur Jürgen-Fuhlendorf-Schule (Gymnasium). Die Straße ist sehr schmal und morgens vor Schulbeginn sehr stark von Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern (Elterntaxis) frequentiert. Dazu kommt, daß durch fehlende Beschilderung auch große LKW (30 Tonnen und mehr) ins Gewerbegebiet Nord fahren wollen, nicht durchkommen und wieder umdrehen. Es gibt hier täglich zu Stoßzeiten ein extrem hohes Verkehrsaufkommen. Eigentlich sollte so eine stark befahrene Straße, gerade auch zur Sicherheit der Schüler, eine 30er Zone sein. Fehlanzeige. Besonders im unteren Bereich der Straße kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen. Da es keine Parkzonen gibt, werden auch regelmäßig die Einfahrten zugeparkt. Es kamen mir schon des öfteren LKW, Busse oder Transporter auf dem Gehweg entgegen. Der Bürgersteig in der ersten Kurve wurde bereits von großen Fahrzeugen kaputt gefahren. 

Leider haben mehrere Anfragen im Rathaus nichts bewirkt. Würden Sie sich als Bürgermeisterin für einen sicheren Schulweg und eine entspannte Verkehrssituation im Düsternhoop einsetzen?

Jetzt vor der Stichwahl sind ja allerdings Ferien und der morgendliche Verkehr hält sich in Grenzen.

Lieber Herr F.,

herzlichen Dank für Ihre Glückwünsche, über die ich mich sehr gefreut habe.

Nun geht es in den Endspurt meiner Wahlkampagne. Dafür benötige ich jetzt alle Kraft und Zeit, um noch viele Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen, das Kreuz bei meinem Namen zu machen. Hierbei rechne ich auch mit Ihrer Unterstützung.

Die Situation am Düsternhoop habe ich mir schon vor einigen Wochen angesehen, als ich alle Schulstandorte aufgesucht habe. Ich stimme mit Ihnen überein, dass diese Verkehrssituation auf Dauer nicht tragbar ist und insofern über verkehrsentlastende und verkehrsberuhigende Maßnahmen nachgedacht werden muss.

Wenn ich recht informiert bin, hat sich die Lage durch Neubaumaßnahmen im Düsternhoop in jüngerer Zeit nochmals verschärft. Nun habe ich in der Kürze der Zeit noch nicht die Gelegenheit gehabt, an konkreten Lösungen zu arbeiten, aber das Problem habe ich sehr wohl erkannt.

Schulwegsicherung ist ein wichtiges Thema. Damit einher geht, dass sich auch die Anlieger in ihrer Straße zuhause fühlen sollen. Dabei vertrete ich die Auffassung, dass grundsätzlich um Schulen und in Wohngebieten mehr für die Verkehrssicherheit getan werden muss.

Geschwindigkeitsbegrenzungen in Form von Verkehrsschildern sowie reine Tempo-30-Zonen werden nach meiner Auffassung die Autofahrer nicht dazu bringen, Geschwindigkeitsgebote einzuhalten.

Nachhaltiger ist es, durch Straßenumbaumaßnahmen wie zum Beispiel veränderte Straßenprofile, Aufpflasterungen, Einengungen, Verschwenkungen sowie Straßenmöblierung die Fahrbahnen so zu gestalten, dass ein Befahren mit überhöhter Geschwindigkeit unattraktiv oder zumindest erheblich erschwert wird. Darüber hinaus kann hierdurch auch eine Verbesserung des Wohnumfeldes erreicht werden.

Doch machen wir uns nichts vor. Eine solche nachhaltige Veränderung von Straßen und Wegen gleicht einem Marathonlauf. Änderungen auf diesem Gebiet werden Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern. Sie werden erhebliche Haushaltsmittel in Anspruch nehmen und sie setzen daher einen langfristigen Konsens – etwa im Rahmen einer Leitbilddebatte – in der Stadtverordnetenversammlung, der Bevölkerung und bei den betroffenen Anliegern voraus.

Überdies bedarf ein solches Projekt einer professionellen Planung durch Verkehrsexperten sowie die ständige Beteiligung aller betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Bad Bramstedt hat auf diesem Gebiet durch die städtebauliche Neugestaltung des Bleecks bereits erste gute Erfahrungen gemacht. Diesen Weg sollten wir fortsetzen.

Im Falle meiner Wahl werde ich als Bürgermeisterin konsequent daran arbeiten, dass unsichere und gefährliche Verkehrssituationen entschärft werden.Insofern seien Sie versichert, dass das Thema Düsternhoop auf der Liste der zu erledigenden Aufgaben weit oben steht.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Verena Jeske

Geplante Windkraftanlagen

Dieser Dialog ist etwas länger und besteht aus mehreren Teilen. Zur besseren Nachvollziehbarkeit habe ich die Lesereihenfolge markiert (von 1-5)…

Sehr geehrte Frau Jeske,

ich bin Bad Bramstedterin und plane gerade mit meinem Mann den Bau unseres Einfamilienhauses im Gebiet Bissenmoor. 

Aufgrund der geplanten Windkraftanlagen in unserem unmittelbaren Umfeld möchte ich Sie bitten, mir Ihren Standpunkt hierzu mitzuteilen. 
Ich bin besorgt, dass die Windkraftanlagen zu dicht an unserem Wohngebiet aufgestellt werden.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen 

A. W.

Liebe Frau W.,

für Ihre E-Mail bedanke ich mich. Ihre Sorgen kann ich sehr gut nachvollziehen. Für eine umfassende Antwort sind einige Recherchen notwendig, …

Meinen Standpunkt möchte ich Ihnen heute schon vorgreifend ganz kurz darstellen. Wie Sie vielleicht wissen, besteht meine derzeitige berufliche Tätigkeit darin, Pläne für den Bau von Windkraftanlagen in der Nord- und Ostsee zu entwickeln und zu bearbeiten. Ich vertrete daher die Auffassung, dass Windkraftanlagen im Meer oder „Nearshore“ installiert werden sollten, also in Regionen, die wenig besiedelt sind und die die größtmögliche Windausbeute aufgrund ihrer Nähe zum Meer bieten. Die Ausweisung von Flächen für die Errichtung von Windkraftanlagen in der unmittelbaren Nähe von Wohngebieten halte ich für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger für nicht zumutbar.

Meine vollständige Antwort werde ich Ihnen zeitnah übersenden.


Herzliche Grüße
Ihre Verena Jeske

Sehr geehrte Frau Jeske, 

vielen Dank für die erste Stellungnahme. Ich freue mich, weiter von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen 
A. W.

Sehr geehrte Frau W.,

vielen Dank für Ihre E-Mail, in der Sie Ihre Sorgen bezüglich des Baus von Windkraftanlagen in der Nähe ihres zukünftigen Hauses beschreiben. Nach meiner Kurz-Antwort vor wenigen Tagen möchte ich Ihnen nun wie angekündigt ausführlicher antworten.

Ihre Besorgnis kann ich sehr gut nachvollziehen. Denn durch den Bau von Windkraftanlagen in der Nähe von Wohngebieten können Schatten- und Eiswurf, Infraschall, Licht- und Geräuschemissionen zu erheblichen Beeinträchtigungen des Wohnumfeldes führen. Neben der deutlichen Einschränkung der Lebensqualität im eigenen Heim kommt in aller Regel noch eine erhebliche Wertminderung der eigenen Immobilie hinzu. Den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern ist dies nicht zuzumuten.

Mein Standpunkt ist daher folgender:

Windkraftanlagen gehören auf das Meer und nicht an Land.

Auch aus diesem Grund arbeite ich in meiner heutigen Tätigkeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie engagiert für die Genehmigung oder Planfeststellung von Offshore-Windenergieparks in der Nord- und Ostsee.

An Land sprechen neben der Beeinträchtigung im Bereich der Natur (Vogel- und Fledermauszug, Wildtierkorridore) und dem Schutz des Landschaftsbildes vor allem die Beeinträchtigungen für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger gegen Windenergieanlagen. Offshoreanlagen sind zwar keineswegs unproblematisch, aber in der gesellschaftlichen Akzeptanz deutlich höher.

Diese persönliche Auffassung werde ich natürlich im Falle meiner Wahl auch als Bürgermeisterin vertreten. Allerdings können Sie zu Recht fragen, welchen Einfluss die Stadt Bad Bramstedt oder – im Falle meiner Wahl – ich als Ihre Bürgermeisterin auf die Errichtung von Windkraftanlagen in der Nähe ihres neuen Hauses habe.

Zunächst möchte ich Ihnen den rechtlichen Rahmen darstellen:

Bei der Festlegung von Eignungsflächen für Windenergieanlagen handelt es sich um Landesplanung, bei der in einem gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren die betroffenen Kommunen wie auch die Bürger an dem Entscheidungsprozess über die Festlegung beteiligt werden, indem sie ihre Anregungen und Bedenken vortragen können. Die Entscheidung, welche Flächen für Windkraftanlagen ausgewiesen werden, fällt der Landtag.

Die in Aussicht genommene Fläche für den Bau von Windenergieanlagen, die Ihnen persönlich Sorgen bereitet, liegt nicht im Stadtgebiet von Bad Bramstedt, sondern auf dem Gebiet der benachbarten Gemeinden Lentföhrden und Weddelbrook. Als Nachbarkommune hat die Stadt Bad Bramstedt jedoch die Möglichkeit, zu diesen Flächenausweisungen eine Stellungnahme abzugeben. Und natürlich können auch Sie als betroffene Bürgerin sich an dem Verfahren beteiligen.

Was ist bisher geschehen und wie ist der Verfahrensstand?

Nach meinen Informationen hat die Stadt Bad Bramstedt bereits Ende Mai 2017 eine Stellungnahme im Rahmen der Teilfortschreibung des Landesentwicklungsplanes 2010 (Sachthema: Windenergie) abgegeben. Hier die damalige Einschätzung der Verwaltung: „…lässt sich planerisch-inhaltlich eine negative Betroffenheit der Interessen der Stadt Bad Bramstedt aus Sicht der Verwaltung nicht ausmachen“. Daraufhin wurde die Planung lediglich zur Kenntnis genommen und keine „stadtseitigen Bedenken oder konkreten inhaltlichen Hinweise“ formuliert. Ein Problembewusstsein, welches Ihrer Besorgnis Rechnung getragen hätte, war also damals von Seiten der Stadt nicht gegeben.

Derzeit läuft ein neues Eignungsgebietverfahren des Landes Schleswig-Holstein, das im Amtsblatt Schleswig-Holstein unter folgendem Link beschrieben wird:

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Windenergieflaechen/_documents/pdf_amtlicheBekanntmachung.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Die neuen Regionalpläne zum Sachthema „Windenergie“ liegen im Rahmen des Beteiligungsverfahrens gemäß § 5 Abs. 5 und 8 des Landesplanungsgesetzes seit dem 04. September 2018 bis zum 03. Januar 2019 aus. Sie sind auch beim Kreis Segeberg einzusehen. Auch an diesem Verfahren können sich die Kommunen wie auch alle Bürgerinnen und Bürger beteiligen.

Darüber hinaus gibt es bereits konkrete Pläne für die Errichtung von Windkraftanlagen. Wie der Presse zu entnehmen ist, sind bereits in der Gemeindevertretung von Lentföhrden entsprechende Bauabsichten vorgestelltworden. Einwendungen oder Bedenken gab es nicht. In der Gemeinde Weddelbrook sollen solche Pläne alsbald vorgestellt werden.

Was ist zu tun?

Ich möchte Ihnen Mut machen, mit den anderen Bewohnern von Bissenmoor auf das laufende Verfahren zum Bau von Windkraftanlagen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft Einfluss zu nehmen. Dazu empfehle ich Ihnen folgende Schritte:

  • Vernetzen Sie sich mit Ihren zukünftigen Nachbarn.Sie alle haben das gleiche Recht und Interesse, ungestört von Geräusch- und optischen Emissionen ihren Feierabend, ihre Freizeit und vor allem die Nacht zu verbringen. Im Rahmen einer Nachbarschafts- oder Bürgerinitiative können Sie mehr Druck entwickeln und sich besser Gehör verschaffen als alleine.
  • Suchen Sie Kontakt zu einschlägigen Vereinen und Verbänden, die sich mit der Problematik von Windkraftanlagen in der Nähe von Wohnbebauung auskennen, wie zum Beispiel dem NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V., ehrenamtlicher Vertreter Herr Jan Behrmann Tel.: 0175-586 47 81), BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., ehrenamtlicher Vertreter Herr Dr. Maximilian Schäffler E-Mail: naturschutz.bb@online.de) und Bündnis 90/ die Grünen. Vielleicht existieren bei diesen Verbänden Musterformulierungen und weitere Argumente, die der Durchsetzung ihrer Interessen dienlich sind.
  • Nutzen Sie– jeder einzeln für sich und / oder gemeinschaftlich – die gesetzlichen Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen der konkreten Landesplanung, um Ihre Bedenken und Einwände zu den jetzt aktuell ausliegenden Plänen auf dem Online Beteiligungsportal des Landes Schleswig-Holstein unter folgendem Link: https://bolapla-sh.de/verfahren/e9ec3189-a124-11e8-bc52-0050568a04d7/public/detail einzustellen. Hier sind ebenfalls die aktuellen Regionalpläne einsehbar.
  • Wenden Sie sich an die Stadtverwaltung sowie das kommunalpolitische Ehrenamt in Bad Bramstedt und tragen Sie auch dort Ihre Sorgen, Einwendungen und Bedenken vor.

Eine zustimmende Stellungnahme wie im Mai 2017 wird es diesmal sicherlich nicht geben. In der damaligen Verwaltungsvorlage wurde dem Fachausschuss empfohlen, die seinerzeitigen Pläne mit dem gleichen Konfliktpotenzial wie heute einfach durchzuwinken.

Mir scheint jedoch, dass sowohl der Bürgermeister wie auch das Ehrenamt mittlerweile „aufgewacht“ sind und das Konfliktpotenzial, das nach wie vor auch in den gegenwärtigen Planungen steckt, erkannt haben.

Somit dürften Sie leichtes Spiel haben, Ihre Argumente auch in der Stellungnahme der Stadt zu platzieren. Eine Einwohnerversammlung vor allem für die Bürgerinnen und Bürger von Bissenmoor initiiert durch die Stadt Bad Bramstedt, in der über die Pläne und den Verfahrensablauf informiert wird, wäre sicherlich ratsam.

Die Stadt Bad Bramstedt ist für ihre Bürgerinnen und Bürger – also auch für Sie – da.

  • Besuchen Siemit möglichst vielen Nachbarn die öffentlichen Sitzungen der Gemeindevertretungen von Lentföhrden und Weddelbrook, wenn dort über die Stellungnahme zur Landesplanung oder den konkreten Bau von Windkraftanlagen beraten und beschlossen wird. Schon Ihre Anwesenheit und möglicherweise entsprechende Wortbeiträge in der Einwohnerfragestunde, in der Sie auch die Zukunft der „eigenen Gemeinde“ als Wohnstandort ansprechen, könnte Einfluss auf die Beschlussfassung der Gemeindevertreter haben.
  • Nutzen Sie die öffentliche Meinungdurch Stellungnahmen und Pressemitteilungen in den lokalen Medien. Dort wird gerne über die Sorgen und die Interessen der eigenen Leserschaft – also auch von Ihnen – berichtet und möglicherweise in Ihrem Sinne kommentiert.

Meine Möglichkeiten, zum gegenwärtigen Zeitpunkt aktiv in den Diskussions- und Entscheidungsprozess auf städtischer Seite einzugreifen, sind leider begrenzt. Hierfür muss ich zunächst die Stichwahl am 21. Oktober gewinnen. Hierbei können Sie mich unterstützen.

Die in Rede stehenden Pläne liegen bis zum 3. Januar 2019 aus. Im Falle meiner Wahl werde ich das Amt der Bürgermeisterin jedoch erst zum 1. Februar 2019 antreten. Bei Ihren eigenen Initiativen, sich im Planungsverfahren Gehör zu verschaffen, will ich Sie jedoch gerne unterstützen. Über meine Homepage können Sie mich jederzeit erreichen.

Und natürlich wird mich die Entwicklung der Windenergie rund um Bad Bramstedt auch sofort nach meinem Amtsantritt mit einer hohen Priorität beschäftigen. Die Erfahrungen und die Kompetenz aus meiner jetzigen Tätigkeit werden dabei sicher sehr nützlich für die Stadt Bad Bramstedt sein.

Für Ihr Vorgehen und Ihre Aktionen wünsche ich Ihnen viel Erfolg. Wenn Sie mich über die weitere Entwicklung Ihrer Aktivitäten auf dem Laufenden halten, freue ich mich.

Herzliche Grüße
Ihre Verena Jeske

Sehr geehrte Frau Jeske,

ich möchte mich für die ausführliche und informative Antwort und für Ihr Verständnis bedanken.

Mit freundlichen Grüßen 
A. W.

Herzlichen Glückwunsch

Guten Morgen liebe Frau Jeske, 

ich möchte es nicht versäumen, Ihnen persönlich auch zu Ihrem unglaublichen Ergebnis bei der gestrigen Wahl zu gratulieren – HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! Ich freue mich wirklich sehr für Sie und drücke Ihnen die Daumen für das weitere Rennen. 

Mit Ihrer sympathischen und charmanten Art, Ihrer Kompetenz und dem großartigen Einsatz vor Ort haben Sie bereits schon viele Fans in Bad Bramstedt gewonnen – wow!!! 😉 

Bis bald… 

Herzliche Grüße 
A. F.

Lieber Herr F.,

vielen Dank für Ihre freundliche Mail und Ihre Glückwünsche zu meinem Wahlergebnis. Auch ich bin mit dem ersten Platz des ersten Wahlganges sehr zufrieden. Mir hat der Erfolg gezeigt, dass die vielen persönlichen Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern  der richtige Weg sind, um neben einer hohen Wahlbeteiligung ein gutes Ergebnis zu erzielen. Jetzt entscheidet die Stichwahl am 21. Oktober, ob es einen Wechsel an der Spitze der Verwaltung gibt. Über Ihre Unterstützung beim Erreichen dieses Zieles freue ich mich.

Herzliche Grüße
Ihre Verena Jeske

Ausweisung neuer Gewerbegebiete

Sehr geehrte Frau Jeske,

Sie schreiben in Ihren „Ersten Zielen“, dass Sie die Ansiedlungswünsche lokaler Gewerbetreibender und Neuansiedlungen durch Ihren Einsatz für die Ausweisung neuer Gewerbegebiete vorantreiben wollen. Sie saßen bei der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses neben mir und haben mitbekommen, was mich und meine Nachbarn (15 Mitstreiter) in diesem Zusammenhang bewegt. Insbesondere ist es die übergangslose Ausweisung eines Gewerbegebiets neben unserem Wohngebiet. Im geltenden Flächennutzungsplan war dagegen (nach unseren umfangreichen Stellungnahmen bei der Auslegung) ein Puffer in Form von eingeschränktem Gewerbegebiet vorgesehen und noch vorher in der Planung sogar ein Grüngürtel. Wir wollen von Ihnen eine eindeutige Aussage, ob Sie zum jetzt beschlossenen Entwurf des Bebauungsplans 58 stehen!


Haben Sie sich überlegt, ob es für eine Kur-/Klinikstadt angemessen ist, dass auf der Hauptzufahrt ein Gewerbegebiet entsteht?

Mit freundlichen Grüßen
Dr. M. S.

Sehr geehrter Herr Dr. S,

für Ihre Nachfrage und dem damit gezeigten Interesse an meiner Kandidatur als Bürgermeisterin für Bad Bramstedt bedanke ich mich herzlich.

Ich war auf der Sitzung beeindruckt von Ihren kompetenten, detaillierten und schlüssigen Fragen zu den öffentlich zugänglichen Planungsunterlagen des angesprochenen B-Planentwurfs. Dafür gilt Ihnen mein Respekt. Ihre Bedenken zu der vorgestellten Planung konnte ich gut nachvollziehen. Dabei ist das von Ihnen angesprochene Schutzgut „Landschaftsbild“ ein wichtiger Punkt, um das ländliche Flair, das Bad Bramstedt heute noch ausstrahlt, zu erhalten.

Zu Ihren Fragen und Anmerkungen möchte ich mich wie folgt äußern:

Da Sie gemäß Ihrem Schreiben von mir „eindeutige Aussagen“ und „Überlegungen“ erwarten, möchte ich ihnen zunächst meine Einflussmöglichkeiten auf die Gestaltung und Beschlussfassung eines Bebauungsplanes beschreiben.

Gemäß § 27 Gemeindeordnung (GO) trifft die Stadtverordnetenversammlung (SVV) alle für die Gemeinde wichtigen Entscheidungen in Selbstverwaltungsangelegenheiten. Hierzu zählen auch öffentlich-rechtlichen Bauleitverfahren wie das Aufstellen eines Bebauungsplans. Bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan hat also eindeutig unsere SVV den Hut auf.

Als Bürgermeisterin leite ich gemäß § 55 GO die Stadtverwaltung nach den Zielen und Grundsätzen der SVV, nicht mehr und nicht weniger. Wie die Beschlüsse der SVV vorbereitet und anschließend umgesetzt werden, liegt dabei in meinen Händen. Und das macht die Qualität meiner Arbeit aus. Insofern stehen meiner Verwaltung und mir bei der Aufstellung des Bebauungsplanes eine ganze Reihe von gestalterischen Anregungen für das Ehrenamt zur Verfügung.

Dabei ist transparentes Verwaltungshandeln und die frühzeitige Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in derartige Planungen nicht nur gesetzlich vorgegeben sondern für mich oberstes Gebot.

Ich sehe mich als Bürgermeisterin daher in der Pflicht, historische Sachverhalte und Anregungen, wie Sie sie in der Sitzung geschildert haben, ebenfalls mit zur Diskussion zu stellen, damit solche Argumente in die Beschlussfassung des kommunalen Ehrenamtes einfließen können.

Dass zwischen Wohngebieten und gewerblich genutzten Flächen entsprechende Abstandsflächen, andere städtebauliche Nutzungen oder „Pufferzonen“ eingerichtet werden, gehört nach meinem Verständnis zum Standard einer zeitgemäßen Stadtentwicklung. Schließlich soll die Stadt für ihre Bürgerinnen und Bürger lebenswert bleiben.

Insofern bietet das weitere Planverfahren noch reichlich Möglichkeiten der Diskussion und der Einflussnahme, so zum Beispiel im Rahmen des Abstimmungsverfahrens mit den Trägern öffentlicher Belange wie auch durch die gesetzlich vorgeschriebene Anhörung der betroffenen Bürger und der Berücksichtigung der dann vorgebrachten Anregungen und Bedenken bei der Beschlussfassung.

In der Sache vertrete ich den Standpunkt, dass bei der Ausweisung neuer Gewerbegebiete mit der Ressource „Fläche“ gut gehaushaltet werden muss und das sich ansiedelnde Gewerbe in eine langfristige Entwicklungsperspektive der Stadt Bad Bramstedt passen muss. Hierbei sollten wir einen hohen Grad an qualifizierter Beschäftigung bei möglichst geringen Flächenverbrauch anstreben.

Dies gilt umso mehr, wenn – wie in der Presse nach der Ausschusssitzung zu lesen war – die Nachfrage für die Ansiedlung von Gewerbe in dem geplanten Gebiet so groß ist, dass „ein mit Ansiedlungsanfragen voller A4 Ordner für diese Gebiet aus dem Regal gezogen werden kann“. Wenn man bezüglich der Nachfrage ganz offensichtlich aus dem Vollen schöpfen kann, sollte eine sorgfältige Abwägung in Bezug auf die Effizienz (benötigte Fläche / Schaffung von Arbeitsplätzen) absolute Priorität haben.

Die geplante Ansiedlung eines großen Logistikunternehmens mit großem Flächenbedarf – wie in der Sitzung angesprochen – widerspricht meinem Standpunkt. Hierbei werden nur wenige und überwiegend wenig qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen. Die Digitalisierung ist gerade im Logistikbereich weit fortgeschritten und die menschliche Arbeitskraft wird hier immer weniger benötigt. .

Beispielsweise könnte eine gezielte Ansiedlung von Unternehmen gefördert werden, die sich mit Forschung und Entwicklung neuer Technologien in der Medizinbranche befassen oder auch „Start up“-Unternehmen.

Gleichwohl kann ein Gewerbegebiet durchaus durch eine naturnahe Gestaltung und beispielsweise die bewusste Materialauswahl für die Baukörper eine optische Attraktivität ausstrahlen. Hierfür muss jedoch das Verständnis und der Wille des Satzungsgebers gegeben sein.

Ich hoffe, dass ich mit meinen Ausführungen den Kern Ihrer Fragen getroffen habe und freue mich, wenn ich bei der Bürgermeisterwahl Ihre Stimme erhalte.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Verena Jeske

Sehr geehrte Frau Jeske,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Ich war vorher sehr skeptisch, ob ich wirklich eine Wahl in Bad Bramstedt habe. Grund war die mir aus der Presse bekannte Pauschalaussage zu den Kandidaten, dass Gewerbeansiedlungen unterstützt werden. Die Meinung einer Mitstreiterin im BPlan 58-Verfahren, dass „die Neue“ doch hier eine Alternative wäre, hatte mich zu meinem Schreiben an Sie gebracht. Jetzt muss ich sagen, dass Sie eine sehr fundierte Aussage zu der Frage der Ausgestaltung des Gewerbegebiets und seiner Einbindung in das Umfeld geliefert haben. Ich gebe das Schreiben bei unserer nächsten Besprechung nächste Woche an meine Mitstreiter weiter und bin auch einverstanden, dass Sie meine Fragen und Ihre Antworten auf Ihrer Homepage anonymisiert einbinden. 
 
Mit freundlichen Grüßen
Dr. M. S.

Fragen zur Kandidatur

Sehr geehrte Frau Jeske,

Sie stellen sich in BB als Bürgermeisterkandidatin zur Wahl. Zu begrüßen ist, dass es nun Alternativen gibt.

Meine Frage an Sie:
Werden Sie mit Ihrer Familie nach BB ziehen, falls Sie gewählt werden?
Sind Sie nur an dem Amt als solchem interessiert und weniger an der Stadt BB? Denn für Sie scheinen wir hier nur die 2. Wahl zu sein. In Neustadt wurden Sie nicht gewählt. Freuen würde mich, wenn Sie mir antworteten.

Wir haben im Kreis Fürth mit Frau Pauli keine guten Erfahrungen gemacht. Sie hatte in Fürth und später auf Sylt Pech. Wir verfolgten die Geschichte mit ihr, weil wir dort gewohnt haben.

Mit freundlichen Grüßen
W.S.

Lieber Herr S.,

für Ihre E-Mail und Ihr damit gezeigtes Interesse an meiner Person bedanke ich mich. …

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

Im Falle meiner Wahl werden mein Mann, unsere beiden Söhne und ich selbstverständlich hierher ins schöne Bad Bramstedt ziehen. Denn eine Bürgermeisterin gehört in ihre Stadt!

Meine Familie und ich haben uns vor meiner Entscheidung, mich hier um das Amt der Bürgermeisterin zu bewerben, Bad Bramstedt genau angeschaut und festgestellt, dass es sich hier gut leben und arbeiten lässt. Ich selbst bin in einer Stadt aufgewachsen, die eine ähnliche Struktur und Größe wie Bad Bramstedt hatte. Darum ist mir hier alles so vertraut.

Außerdem halte ich es für wichtig, dass ich mit meiner Familie das tagtägliche Leben hier zum Beispiel im Kita- und Schulalltag unserer Kinder, beim Einkaufen oder in unserer Freizeit aktiv erlebe. So habe ich jederzeit das Ohr bei den Bürgern und höre – oder erfahre selbst -, wo der Schuh drückt.

Schon seit geraumer Zeit möchte ich Bürgermeisterin in Schleswig-Holstein werden. So bin ich auch auf Bad Bramstedt aufmerksam geworden, und ich habe mich darüber gefreut, dass mich die SPD einstimmig für die Bürgermeisterwahl aufgestellt hat.

Seitdem nutze ich jede freie Minute, um mich mit den kommunalen Sachverhalten hier in Bad Bramstedt vertraut zu machen, in das Leben dieser lebenswerten Stadt einzutauchen und die Bürgerinnen und Bürgern Bad Bramstedts in persönlichen Gesprächen kennenzulernen.

Dabei beeindruckt mich sehr die Offenheit und Herzlichkeit, mit der mich meine Gesprächspartner aufnehmen. Diese Freundlichkeit der Menschen kommt mir sehr entgegen. Denn ich arbeite sehr gern mit Menschen zusammen, interessiere mich für deren Meinungen und Ansichten.

Zudem reizt mich diese neue Herausforderung auch deshalb, weil ich an maßgeblicher Stelle die Zukunft Bad Bramstedts mitgestalten kann. Der Ausbau der A 7 sowie das zukünftige Autobahnkreuz mit der A 20 und auch die landschaftlich reizvolle Lage im schönen holsteinischen Auenland sind Argumente, die viele Entwicklungsmöglichkeiten für Bad Bramstedt bieten.

Fazit: Aufgrund der herzlichen Aufnahme durch die Bürgerinnen und Bürger, das große Potenzial, das die Zukunft für Bad Bramstedt bereithält, und die interessanten Herausforderungen ist Bad Bramstedt für mich die erste Wahl, und ich freue mich, wenn ich auch für die Wählerinnen und Wähler am 23. September die erste Wahl bin und so die erste Bürgermeisterin von Bad Bramstedt werde.

Ich hoffe, dass meine Antworten Sie zufrieden stellen, und freue mich, wenn ich bei der Bürgermeisterwahl Ihre Stimme erhalte.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Verena Jeske

Erdgastankstelle und AKN Anbindung

Sehr geehrte Frau Jeske,

Meine Frau und ich haben uns bereits jetzt entschlossen, Ihnen unsere Stimmen bei der anstehenden Wahl zur Bürgermeisterin zu geben.
Dennoch würden wir gerne mit Ihnen zwei für uns wichtige Ziele teilen.

Zum Einen wäre da die Erdgastankstelle in Bad Bramstedt.
Im April diesen Jahres haben wir uns, nach langen Recherchen, für den Kauf eines neuen PkW mit Erdgasantrieb entschieden.
Sofern man 100% Biomethan tanken kann, fährt man 100%ig klimaneutral, was uns sehr wichtig ist. Elektrautos sind hier keine Alternative, denn bei der Produktion der Batterie wird so viel CO2 freigesetzt, dass man einen Benziner zwischen 120.000 und 150.000 Kilomter fahren kann, um diesen Wert zu erreichen!
Leider bietet die Tankstelle in Bad Bramstedt nur „normales“ Erdgas an, was zwar immer noch 25% weniger CO2 emittiert als Benzin, aber wenn schon die Möglichkeit besteht, würden wir natürlich sehr gerne klimaneutral fahren.

Zum Zweiten wäre da die Verbindung nach Hamburg mit der AKN.
Ich (…) arbeite in der Hamburger Innenstadt und die Fahrt mit der AKN kostet mich (Haltestelle-Haltestelle) fast 1,5 Stunden, was vor allem daran liegt, dass jede AKN Bahn buchstäblich an jeder Milchkanne hält.
Eine einfache und im Netz bereits diskutierte Lösung wäre die Einrichtung von schnellen Zügen, die z.B. stündlich fahren könnten und nur an den wirklich großen Bahnhöfen halten würden. Dadurch könnte sicherlich eine Verkürzung der Fahrzeit von ca. einer halben Stunde erfolgen.

Wir bedanken uns sehr für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen Ihnen für die Wahl zur Bürgermeisterin viel Erfolg.

Herzliche Grüße
M. N. & U. S.

Liebe Frau N., lieber Herr S.,

über Ihre E-Mail habe ich mich sehr gefreut und möchte mich hiermit schon jetzt für Ihr Vertrauen bedanken. …

Zu den beiden von Ihnen angesprochenen Punkten möchte ich Ihnen eine kurze Rückmeldung geben:

  1. Die Kommunalpolitik der Stadt Bad Bramstedt hat sich dafür ausgesprochen, ein eigenes Klimaschutzkonzept für die Stadt zu erarbeiten. Dieses Engagement werde ich als Bürgermeisterin natürlich tatkräftig begleiten und unterstützen.

    Ihr Hinweis, dass die Erdgastankstelle möglichst Biomethan vorhalten sollte, kann in dieses Konzept aufgenommen werden. Im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes werde ich dann im Falle meiner Wahl mit entsprechenden Forderungen an das Unternehmen herantreten, welches die Tankstelle betreibt.

    Letztendlich bleibt es jedoch in der Verantwortung des Betreibers, ob er zukünftig auch Biomethan anbieten wird. Es könnte in jedem Fall förderlich sein, wenn sich die Stadt dafür ausspricht.

  2. Eine Weiterentwicklung und Verbesserung des Angebotes im Rahmen des öffentlichen Nahverkehrs ist nicht nur wünschenswert sondern auch notwendig. Gerade auch durch den Zuzug vieler junger Familien ist die Nachfrage in den letzten Jahren nach einer schnelleren Anbindung von Bad Bramstedt an die Metropole Hamburg stetig gestiegen.

    Im Falle meiner Wahl und dem damit verbundenen Umzug meiner Familie nach Bad Bramstedt wird auch mein Mann zum „Hamburg-Pendler“ werden. Wir waren erstaunt, dass es laut dem Fahrplan der AKN/ des HVV von Bad Bramstedt bis in den Süden von Hamburg ca. 2 Stunden dauern soll. Ihr Vorschlag fällt daher bei mir und meiner Familie auf fruchtbaren Boden.

    Auch ein attraktives Verkehrskonzept mit schnellen Verbindungen ist Bestandteil des oben schon angesprochenen Klimaschutzkonzeptes und wird hier Berücksichtigung finden.

    Ich werde dann gemeinsam mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Nachbargemeinden, mit dem Kreis und auch den Verantwortlichen bei der AKN/ dem HVV Gespräche führen, um gemeinsam nach zeitnahen Lösungen zu suchen. Eine Verbesserung der Mobilität im ÖPNV kommt allen Bürgerinnen und Bürgern zu Gute und ist somit auch ein Qualitätsmerkmal der Stadtentwicklung Bad Bramstedts.

Ich freue mich darauf, mit Ihnen im Dialog zu bleiben.

Herzliche Grüße
Ihre Verena Jeske

Ziele & Bezug zu Bad Bramstedt

Liebe Frau Jeske,

Sie haben mir gestern Ihren Flyer in die Hand gedrückt, den ich mir einmal angesehen habe.

Ihre Ziele sind ja sehr allgemein gehalten, kann ich irgendwo einsehen was sie konkret ändern möchten und vor allem wie Sie es umsetzen möchten?

Sie schreiben, Sie möchten sich für unser schönes Bad Bramstedt einsetzen. Welchen Bezug haben Sie zu Bad Bramstedt? Sie wohnen ja in Seevetal. Beziehungsweise ab August 2018 in Neustadt. Zu mindestens hatten Sie das angekündigt bei Ihrer Bewerbung als Bürgermeisterin für die Stadt Neustadt. 

Über eine kurze Information würde ich mich sehr freuen.

Herzliche Grüße 
M. K.

Liebe Frau K.,

für Ihre E-Mail und das Interesse an meiner Bürgermeister-Wahlkampagne bedanke ich mich. … Gerne beantworte ich Ihre Fragen:

Die Visitenkarte, die ich Ihnen auf dem Flohmarkt überreicht habe, soll die Möglichkeit zum „ersten Kennenlernen“ geben. Das Format dieser kleinen Visitenkarte bietet leider nicht den Platz, Themen konkret und ausführlich auszuformulieren.

Meine – etwas weiter ausformulierten – Ziele habe ich auf meiner Homepage unter „Erste Ziele“ veröffentlicht. Jedoch sind auch die dort gewählten Formulierungen eher allgemein gehalten, da es sich hierbei um die Punkte handelt, die ich zu einem sehr frühen Zeitpunkt in meiner Wahlkampagne als wichtige Themen erkannt hatte.

In den vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern und den Vereinen und Verbänden ändert und konkretisiert sich mein Bild über Bad Bramstedt täglich. So habe ich erfahren, dass die Bürgerinnen und Bürger in folgenden Bereichen dringenden Handlungsbedarf sehen:

  • Die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung. Hier sind verschiedene Modelle insbesondere auch zur Sicherung des Facharztangebotes möglich. Das „Büsumer Modell“ bietet hierbei ein tragfähiges und schon praktiziertes Konzept, das in unsere Überlegungen einbezogen werden sollte.
  • Die Einrichtung von genügend und qualitativ hochwertigen Betreuungsplätzen für alle Krippen-, Kita- und Grundschulkinder. Ein solches Angebot ist die Grundvoraussetzung für ein familienfreundliches Bad Bramstedt. Es erleichtert unseren jungen Familien die Organisation ihres tagtäglichen Lebens und bietet zugleich den Anreiz für junge Menschen, nach Bad Bramstedt zu ziehen. Das ist für die demographische Entwicklung unserer Stadt von großer Bedeutung.
  • Ein barrierefreies Bad Bramstedt. Das ist ein absolutes Qualitätsmerkmal für unsere Stadtentwicklung. Denn Barrierefreiheit ist für 10% der Bevölkerung unerlässlich, für 40% ist sie nützlich und für 100% – und das sind wir alle – komfortabel. Hierbei ist es wichtig, dass Barrierefreiheit bei jedem Projekt und bei jedem Plan von Anfang an „mitgedacht“ wird.
  • Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Dies kann auch durch das Angebot von günstigem Bauland geschehen, wenn die Stadt bei allen Schritten für die Schaffung von Bauland – planen, entwickeln, erschließen, vermarkten – das Heft des Handelns in der Hand behält. Wenn die Stadt die so entstandenen Baugrundstücke zum Selbstkostenpreis abgibt, so können Gewinne bei Privatinvestoren, die das Bauland verteuern, vermieden werden. Und für die Entwicklung von bezahlbarem Mietwohnungsbau empfehle ich die Zusammenarbeit mit einem gemeinnützigen kommunalen Wohnungsunternehmen. Auch das dämpft die Mieten.
  • Wirtschaftsförderung: Ich werde mich persönlich um das Wohlergehen und die Entwicklung der ansässigen Betriebe kümmern und die Ansiedlung neuer Unternehmen fördern. Denn die Gewerbebetriebe schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sondern sie bilden auch das finanzielle Rückgrat der Stadt.Die Ergebnisse sollen in die Überarbeitung des Flächennutzungsplanes und die Erstellung eines Stadtentwicklungskonzeptes einfließen. Ich freue mich, wenn daraus ein Leitbild für Bad Bramstedt entsteht, das die hervorragenden Qualitäten des Bildungs- und Wohnstandortes im Holsteiner Auenland erhält und mit neuen Stärken verbindet.
  • Außerdem möchte ich die Bürgerinnen und Bürger zukünftig stärker in die Planungen für die Stadt und die Entwicklung öffentlicher Projekte einbeziehen. Daher werde ich gleich nach Beginn meiner Amtszeit im Rahmen von Veranstaltungen und Workshops mit den Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Verbänden, den ansässigen Gewerbebetrieben und der Kommunalpolitik die Zukunftsthemen für Bad Bramstedt definieren und gemeinsam mit der Kommunalpolitik hieraus ein neues Leitbild für Bad Bramstedt entwickeln.

Dass in Bad Bramstedt in diesem Jahr Bürgermeisterwahlen anstehen, ist mir seit längerem bekannt. Der Ortsverein der SPD hat sehr aktiv nach einer Kandidatin oder einem Kandidaten für diese Wahl gesucht, und so sind wir ins Gespräch gekommen. Am 12.7.2018 haben sich dann die Mitglieder des Ortsvereins der SPD nach meiner Vorstellung in geheimer Wahl einstimmig dafür entschieden, mich für die Bürgermeisterwahl am 23. September zu nominieren. Als allparteiliche Bürgermeisterin werde ich allen Bürgerinnen und Bürgern die gleiche Wertschätzung entgegen bringen und mit dem kommunalen Ehrenamt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit anstreben.

Derzeit wohne ich mit meiner Familie, mit meinem Mann und unseren beiden Söhnen, noch im Seevetal südlich von Hamburg. Im Falle meiner Wahl werden wir vier selbstverständlich nach Bad Bramstedt umziehen. Denn eine Bürgermeisterin gehört in Ihre Stadt. Unsere Jungs werden dann hier in Bad Bramstedt in den Kindergarten gehen und die Grundschule besuchen.

Nach meiner Überzeugung bin ich nur dann eine erfolgreiche Bürgermeisterin, wenn ich mit meiner Familie in Bad Bramstedt lebe. Nur wenn ich das tagtägliche Leben hier in der schönen Kleinstadt auch in meiner Freizeit aktiv miterlebe und jederzeit das Ohr bei den Einwohnern der Stadt habe, weiß ich, wo der „Schuh drückt“.

Nun ist dieser Brief doch etwas länger geworden. So entspricht er jedoch ihrem Wunsch, mehr über mich und meine Ziele zu erfahren. Ich hoffe, dass Sie sich nun ein genaueres Bild von mir machen können und freue mich, wenn ich bei der Wahl Ihre Stimme erhalte. Auf meiner Homepage finden Sie meine nächsten Termine, und ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns vielleicht bei der ein oder anderen Gelegenheit noch einmal persönlich sprechen können.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Verena Jeske

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