50 Jahre Lebenshilfe Bad Bramstedt e.V.

Heute bin ich mit Herrn Weiß, dem Vorsitzenden der Lebenshilfe Bad Bramstedt e.V. verabredet. Bereits vor dem Gebäude, in dem die Lebenshilfe ihren Sitz hat, werde ich von Herrn Weiß und der Stellvertretenden Vorsitzenden Frau Neumann erwartet und herzlich begrüßt.

Hier befinden sich 5 barrierefreie Appartements, ein Gemeinschaftsraum und ein Beratungsbüro, die der Verein auch mit Unterstützung von finanziellen Mitteln von der Aktion Mensch im Jahr 2016 fertig gestellt hat.

„Alle Wohnungen sind von Menschen mit Behinderungen bewohnt, und Anwärter für diese Wohnungen gibt es eine ganze Reihe“, berichtet mir Herr Weiß. Der Bedarf ist groß. Im Gemeinschaftsraum erzählt mir Herr Weiß, der seit 1993 Vorsitzender der Lebenshilfe Bad Bramstedt e.V. ist, dass er dieses Ehrenamt, neben seiner fast 50jährigen Mitgliedschaft im DRK, aus großer Überzeugung bekleidet. Deutlich spüre ich, dass er gerne mit Menschen und für Menschen arbeitet.

Wir fahren nun zum Familien- und Integrationszentrum „Mullewapp“. Ich werde durch alle Räumlichkeiten geführt und erhalte Informationen über das vielfältige Leistungsangebot des Vereins.

„Es war nicht immer leicht, und wir mussten oft improvisieren. Der Weg war immer das Ziel.“ beschreibt Herr Weiß die Arbeit der vergangenen Jahre. Der Verein und die durch ihn übernommenen Aufgaben wie auch die Räumlichkeiten haben sich stetig erweitert.

Neben dem Familienzentrum, der Schulbegleitung, Frühförderung, ambulant betreuten Wohnen, einem Büro für leichte Sprache und verschiedenen Freizeitaktivitäten, betreibt der Verein auch die auf Inklusion ausgerichtete Kita Mullewapp. Hier werden 73 Kinder betreut. Von ihnen haben 33 Kinder körperliche oder auch zusätzlich geistige Defizite.

Ich bin sehr beeindruckt von dem großen Engagement mit dem sich hier Herr Weiß zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Mitgliedern des Vereins einsetzt, um möglichst vielen Menschen in Bad Bramstedt und Umgebung ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Als Bürgermeisterin wird es mir ein großes Anliegen sein, das ehrenamtliche Engagement dieser wichtigen Arbeit zu unterstützen und zu fördern.

Nach 3 Stunden intensivem Gedankenaustausch und der Führung durch die liebevoll und gemütlich eingerichteten Räumlichkeiten, bedanke ich mich bei Herrn Weiß und Frau Neumann.

Nachdenklich und mit großem Respekt vor der geleisteten Arbeit fahre ich heim, denn ich bin überwältigt von so viel Menschlichkeit, wie sie hier aktiv gelebt wird.

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