Feierabend-Radtour

Heute Abend bin ich bei der Feierabendtour des ADFC dabei. Von März bis Oktober treffen sich hier am Fontänenfeld auf dem Bleeck jeden Dienstagabend Fahrradfahrer, die gemeinsam an einer geführten Tour durch Bad Bramstedt und die Nachbargemeinden teilnehmen.

Herr Wittmaack ist heute Abend der Tourenleiter und führt uns durch Bad Bramstedt hinaus in den warmen Sommerabend. Alle genießen das kräftige Grün, das schöne Wetter und die Gespräche, die wir beim Radeln miteinander führen.

Unsere erste Pause machen wir in Weddelbrook am Mühlenteich, in sehr schöner Platz, wie ich finde.

Über den Mönchsweg geht es weiter in das Umland, vorbei an Feldern, auf denen die Landwirte bereits mit der Ernte begonnen haben, an Pferdegestüten und einem Sonnenblumenfeld. Wir kreuzen die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Kiel und beobachten Rehe und Hasen auf den Feldern.

Ich fühle mich sehr wohl in der kleinen Radgruppe. Wir unterhalten uns angeregt über viele Themen, und ich erfahre viel Neues über Bad Bramstedt. Bei einem Thema sind sich alle Teilnehmer schnell einig. Es gibt zu wenig Wohnungsangebote in Bad Bramstedt. Und die Wohnungen, die zur Miete angeboten werden, sind sehr teuer. Es fehlt also auch hier in Bad Bramstedt generell an Wohnraum und vor allem an bezahlbarem Wohnraum.

Eine Bewohnerin des Projektes „Haus an den Auen“ erzählt mir, wie schön das Wohnen in dieser Gemeinschaft ist, in der sich alle gegenseitig unterstützen. Es wird gemeinsam Gartenarbeit gemacht, getanzt und auch gelernt. Demnächst wird dort ein Bewohner mit schottischer Herkunft Englisch-Unterricht für die interessierten Mitbewohner anbieten. Wohnprojekte dieser Art sollten viel mehr entstehen. Das werde ich als Bürgermeisterin fördern und auch initiieren.

Nach 31 Kilometern und 2,5 Stunden sind wir wieder zurück in Bad Bramstedt. Ich bedanke mich bei Herrn Wittmaack für die schöne Tour und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen mit allen Teilnehmern. Diese abendliche Fahrradtour zeigt mir, mit welch einfachen Mitteln und auf welch schöne Weise die Gemeinschaft zwischen den Bürgerinnen und Bürgern gefördert werden kann.

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