Lebensbegleitendes Lernen – Die Volkshochschule in Bad Bramstedt

Heute habe ich mich erneut mit Frau Mißfeldt verabredet. Neben ihrer Tätigkeit als Bürgervorsteherin ist sie darüber hinaus auch die erste Vorsitzende der Volkshochschule in Bad Bramstedt.

Auf dem Parkplatz der Stadtbücherei im Maienbeeck werde ich bereits erwartet und freudig von Frau Mißfeldt und Frau Ockert begrüßt. Hier hat die Volkshochschule ihre Geschäftsstelle.

„Frau Ockert ist die Seele der Volkshochschule, und sie ist weit über ihre vertragliche Arbeitszeit hinaus für den Verein engagiert.“ wird mir Frau Ockert von Frau Mißfeldt vorgestellt.

Auf dem Weg in den Schulungsraum, den die Volkshochschule hier hat, kommen wir an dem kleinen Büro mit einem Computerarbeitsplatz vorbei, den sich Frau Ockert mit einer weiteren Mitarbeiterin der VHS teilt. Ich kann nachvollziehen, dass dies viel zu beengt ist. Im Seminarraum finden etwa 15 Kursteilnehmer Platz, und ich frage Frau Ockert, wo die vielen anderen Seminarangebote gelehrt werden:

Aus der Antwort wird deutlich, dass die Unterrichtsräume der Volkshochschule über die ganze Stadt verteilt sind, vornehmlich in den Schulen. Wünschenswert wäre natürlich die Konzentration der Unterrichtsräume auf ein Gebäude. Hier besteht also ganz offensichtlich ein Bedarf an geeigneten Räumlichkeiten mit entsprechender Ausstattung.

Frau Ockert arbeitet seit nunmehr 20 Jahren für die Volkshochschule in Bad Bramstedt. Sie berichtet mir, dass sich die VHS Bad Bramstedt aus Seniorenfahrten heraus gebildet hat und im kommenden Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiert. Frau Mißfeldt, die seit 2002 Vorsitzende des Vereins ist, ergänzt, dass sie beide in 2 Jahren in den Ruhestand gehen werden und bereits auf der Suche nach einer geeigneten Nachfolge sind.

Das breit gefächerte Seminar- und Vortragsangebot spricht alle Bevölkerungs- und Altersgruppen an und wird jährlich überarbeitet und erweitert. „Die jüngsten Dozenten werden auch in diesem Jahr zwei Schüler der Jürgen-Fuhlendorf Schule sein, wenn sie Senioren den Umgang mit dem Smartphone erklären.“ erzählt Frau Mißfeld. Das begeistert mich, denn die Vernetzung zwischen „Jung und Alt“ wird auch hier in der VHS gefördert.

Nach 1,5 Stunden prall gefüllt mit Informationen verabschiede ich mich und sage im Falle meiner Wahl zur Bürgermeisterin meine volle Unterstützung bei der Entwicklung eines geeigneten Raumkonzeptes zu. Der Verein ist wichtiger Bestandteil der Bildungslandschaft in Bad Bramstedt und hat als Treffpunkt und Begegnungsort im kommunalen Leben der Stadt einen großen Stellenwert.

Zum Abschied verspreche ich, dass das seit Jahren fehlende Hinweisschild für die Volkshochschule im Falle meiner Wahl unmittelbar nach meinem Amtsantritt im Februar 2019 aufgestellt  wird.

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