Petri heil – mein Besuch beim Angler-Verein Forelle e.V. Bad Bramstedt

Heute Abend treffe ich mich mit 3 Mitgliedern des Vorstandes des Angler-Verein Forelle e.V. Bad Bramstedt. Am Firmensitz der Driesen + Kern GmbH im Gewerbegebiet Nord erwarten mich Herr Kirchner, Herr Driesen und Herr Lanz.

Dafür, dass wir uns heute Abend in der Firma von Herrn Driesen treffen, gibt es einen Grund. Dem Anglerverein fehlt ein Vereinsraum, und ich stelle fest, dass ich diesen  Bedarf auch schon von anderen Vereinen in Bad Bramstedt gehört habe.

In sehr angenehmer und lockerer Atmosphäre erzählt mir Herr Kirchner, der Vorsitzende des Vereins, dass der Angelverein derzeit 560 Mitglieder hat. Hier sind alle Altersgruppen anzutreffen. Das jüngste Mitglied ist 4 Jahre jung und das älteste Ende 80 Jahre alt.

Insgesamt zählt der Verein 50 angelbegeisterte Kinder und Jugendliche, welche ab einem Mindestalter von 12 Jahren nach erfolgreich bestandener Fischereiprüfung den Angelschein erhalten. Also auch hier wird generationsübergreifend gearbeitet und damit das „Wir – Gefühl“ in Bad Bramstedt gestärkt.

Darüber hinaus leistet der Verein einen großen Beitrag zum Schutz und zur Reinhaltung der Gewässer in und um Bad Bramstedt. Hierzu zählen derzeit 3 Seen, eine Kieskuhle und fast 20 km zusammenhängende Fließgewässer, die Auen.

Besonders beeindruckt mich, dass der Verein eine eigene Brutanlage betreibt, in der sich jedes Jahr in den Wintermonaten ein Team von 25 Vereinsmitgliedern um die Aufzucht von Bachforellen, Meerforellen und Lachs kümmert. Unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden werden hier aufgewendet, um den Fischbestand in den Gewässern wieder zu erhöhen. Mit Schmunzeln stellen wir fest, dass das wohl auch die Kegelrobbe „Robbi“, die sich im Februar diesen Jahres nach Bad Bramstedt verirrt hatte, zu schätzen wusste.

„Der Zugang zu den Auen wird  immer öfter von den Eigentümern versperrt, die ihre direkt an den Auen angrenzenden Grundstücke einzäunen.“, bedauert Herr Lanz und ergänzt, dass das Uferbegehungsrecht des Angelvereins damit teilweise nicht wahrgenommen werden kann.

Nach einer guten Stunde intensiven Gedankenaustausches und einer Fülle an spannenden Informationen nehme ich aus dem Gespräch mit, dass über den freien Zugang zu den Gewässern unbedingt mit den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke gesprochen werden muss. Denn saubere Gewässer sind nicht nur für Fauna und Flora sondern auch für uns Menschen unbedingte Voraussetzung für ein gesundes Leben. Darum ist es so wichtig, dass sich der Angelverein der Gewässerpflege ungehindert annehmen kann.

Teilen Sie diesen Beitrag