Schützenverein Roland Bad Bramstedt e.V.

Heute Abend besuche ich den Schützenverein Roland Bad Bramstedt e.V. .Ich habe mich mit Herrn Müller verabredet, der mich freudig im Vereinsgebäude der Schützen begrüßt.

Herrn Müller habe ich bereits in seiner Funktion als ersten stellvertretenden Bürgermeister kennengelernt. Im Schützenverein ist er seit 5 Jahren der 1. Vorsitzende, wenngleich er schon seit vielen Jahren Mitglied des Vereins ist. Der Verein zählt derzeit 225 Mitglieder, die hier mit Gewehren, Pistolen und Sportbögen ihren Sport betreiben.

Im Clubraum lerne ich Beke Christina Kirchner, die Tochter von Herrn Müller, kennen.  Sie ist die Jugendwartin und auch die erste Schützenkönigin des Vereins und ich freue mich, dass der traditionsreiche Verein mit der Gleichstellung von Mann und Frau sehr modern aufgestellt ist.

Auch Herr Müller war bereits Schützenkönig, und ich bestaune die vielen Königsteller, die die Wände der Vereinsräume schmücken. Die Gestaltung des Königstellers ist dem jeweiligen König vorbehalten, der seinen Teller dem nachfolgenden König spendet. Jeder Teller erzählt hier seine eigene kleine Geschichte.

Frau Kirchner ist seit ihren Kindertagen Sportschützin und trainiert nun circa 30 Kinder- und Jugendliche im Alter von 10 bis 21 Jahren. Allein die regelmäßige Starterlaubnis der jungen Schützen an den Deutschen Meisterschaften in München zeigt, wie erfolgreich hier trainiert wird. Jugendarbeit wird also auch bei den Schützen groß geschrieben.

Bei einem Rundgang über das Außengelände wird mir deutlich, wie viele ehrenamtliche Arbeitsstunden hier geleistet werden müssen, um die gesamte Anlage zu bewirtschaften und so gut „in Schuss“ zu halten. „Die steigenden gesetzlichen Anforderungen an die Übungsstände erfordern viele Arbeitsstunden und finanziellen Aufwand, der von den Mitgliedern des Vereins aufgebracht wird.“ erläutert Herr Müller.

Nun erlebe ich eine ganz besondere Premiere: ausgerüstet mit einem Gehörschutz und im Beisein von Herrn Müller und zwei Schützen schieße ich das erste Mal mit einer großkalibrigen Pistole. „Von 15 Schuss 10 mal die Scheibe getroffen“, fasst Herr Lauf, dessen Sportwaffe ich benutzen durfte, meine Leistung zusammen und ich stelle schmunzelnd fest, dass das sicher ausbaufähig ist.

Nach zweieinhalb erlebnisreichen und sehr informativen Stunden  verabschiede ich mich bei allen Schützen, die nun nach dem erfolgreichen Training an diesem Abend hier im Clubraum gemütlich auf einen Klönschnack zusammensitzen und bedanke mich bei Herrn Müller und Frau Kirchner für den informativen Einblick in die Arbeit des Vereins.

Wieder habe ich eine ehrenamtliche Institution kennen gelernt, die das gesellschaftliche und sportliche Leben in Bad Bramstedt bereichert. Denn der Schützenverein nimmt   im Vereinswesen der Stadt  als immaterielles Kulturerbe eine besondere Stellung ein. Hier geht es neben dem sportlichen Schießen und der Geselligkeit auch um die aktive Pflege eines alten Brauchtums.

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