Sommerfest in der Seniorenresidenz

Die Seniorenresidenz Bad Bramstedt hat heute zum Sommerfest eingeladen. Den Bewohnerinnen und Bewohnern und den Gästen wird bei strahlendem Sonnenschein einiges geboten. So gibt es zum Beispiel Livemusik und die „Crazy Kids“ vom TC Roland Bad Bramstedt begeistern mit Ihrer Vorführung alle Zuschauer.

Mit einem kühlen alkoholfreien Cocktail nehme ich auf der Terrasse an einem Tisch Platz und komme mit Frau Heidefuß, Frau Hamm, Frau Quick und Herrn Ludewig, die hier zusammen mit der Alltagsbetreuerin Frau Kurowski sitzen, sofort ins Gespräch. Sie erzählen mir von den Aktivitäten, die sie hier gemeinsam mit Frau Kurowoski erleben. Vor allem das gemeinsame Kochen an jedem Mittwoch sorgt für Begeisterung. Kulturabende mit Livemusik, Spielenachmittage und Ausflüge stehen ebenfalls regelmäßig auf dem Programm. Einsam ist hier niemand, und das genießen alle sehr.

Herr Lange, der Leiter der Seniorenresidenz, kommt für eine herzliche Begrüßung an unseren Tisch. „Er ist immer sehr freundlich“, erzählt mir Frau Quick, nachdem er weitergegangen ist. Mir fällt auf, dass die Mitarbeiter hier alle sehr freundlich und engagiert sind. Herr Ludewig, der hier seit 7 Jahren wohnt, merkt jedoch an, dass der Fachkräftemangel auch hier in der Residenz deutlich spürbar ist. In den vergangenen Jahren sei es immer schwerer geworden, qualifiziertes deutschsprachiges Pflegepersonal zu bekommen. Die Sprachbarriere der neuen Pflegekräfte sei ein Problem bei der Verständigung.

Frau Kurowski zeigt mir ihre Station, auf der sie 20 Seniorinnen und Senioren betreut. Es gibt Gemeinschaftsräume, und jeder Bewohner hat eine eigene kleine Wohnung. Alles ist sehr gemütlich eingerichtet. Ich bedanke mich bei ihr für den kleinen Einblick, den ich gewinnen konnte.

Auf der Terrasse wurde mittlerweile Kuchen serviert. Auch auf meinem Platz erwartet mich ein leckeres Stück Mandarinen-Käsekuchen. Frau Hamm, die hier seit vier Jahren wohnt, erzählt mir, dass es wichtig ist, im Alter aktiv zu bleiben. Dazu zählt vor allem auch der Kopf. Mit ihren 92 Jahren weiß sie, wovon sie redet. Es macht mir große Freude, mich mit den älteren Herrschaften zu unterhalten. Wir lachen sehr viel und ich nehme aus unserer Gesprächsrunde mit, dass ich mich als Bürgermeisterin dafür einsetzen werde, dass Jung und Alt viel näher zusammenrücken. Ich bedanke mich für die anregenden Gespräche und wünsche allen noch einen schönen Nachmittag.

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